blog der bitten
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„eine stimme ruft in der wüste: bereitet dem herr den weg!“
Herr, du kommst mir entgegen, geh mit mir!
Herr, du bist nahe, bleibe bei mir!
Herr, du bist da, komm auch zu mir!
Komm Herr und säume nicht!
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“Freut euch zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Der Herr ist nahe!”
Paulus schreibt diesen Brief aus dem Gefängnis an die Gemeinde in Philippi. Er weiß sich mit den Schwestern und Brüdern im Glauben an Christus und im Warten auf seine Wiederkunft verbunden.
Christus, deine Nähe bedeutet Freude und Frieden und beides darf ich mit meinen Schwestern und Brüdern, meinen Freunden teilen.
Gott ich freue mich über dein Kommen und deine Gegenwart.
Gib mir in den Gefängnissen des Alltags, der Beziehungen, des Konsums, des Funktionieren-Müssen eine Ahnung deiner Freude, damit ich für dein Kommen in diese Zeit und in mein Leben immer wieder vorbereitet bin.
Komm bald! Säume nicht!
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Friede sei mit euch. Ehre sei Gott. Friede und Sicherheit auf Erden; Freude und Hoffnung allen Menschen ohne Unterschied.
Das ist die frohe Botschaft von der Geburt und Sendung Christi, gestern, heute und in Ewigkeit.
Wie wunderbar sind die Schritte der Überbringer der Friedensbotschaft! Christus hat uns dazu berufen, fern von allem
Streit, in Liebe zu leben: niemanden zu unterdrücken, nicht neidisch zu sein, niemanden zu erniedrigen, über niemanden zu richten. Er hat uns berufen, liebevoll zu handeln, um alle Zwietracht zu begraben. Und der Herr wird uns für unsere Mühe belohnen.
Selig sind, die da Frieden stiften!
Das ist die Lehre Jesu Christi. Friede kann nicht werden ohne Freundschaft, ohne aufrichtigen Dialog. Liebe, Gerechtigkeit, Wahrheit und Gleichheit sind die Garanten eines dauerhaften Friedens.
“Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch”.
Herr des Friedens, lass uns in Achtung voreinander, im Geist der Wahrheit und des Zeugnisses leben, alle Missgunst verbannen, das Böse mit Geduld überwinden, es mit Vergebung begraben und durch Güte in das Reich des Friedens tragen.
(Nach orientalisch-chaldäischem Ritus: Kollektenlied aus der Messe zum Fest der Beschneidung des Herrn)
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2. Advent:
maranatha! – מרנא תא
Gott, wann kommst Du?
in diese Welt
in diese Zeit
in mein Leben
maranatha! – מרנא תא
Gott, wann kommst Du?
in den Dreck der Slums
in die Plattenbauten der Vorstädte
in mein Gewissen
in mein Herz
maranatha! – מרנא תא
Jesus, komm und mache!
unsere Wohnungen zu deinem Betlehem
uns zu Schwestern und Brüdern
mein Gewissen wach
mein Herz weit
maranatha! – מרנא תא
Jesus, komm und mache!
mein Leben zu deiner Liebe
mein Denken zu Glauben
die Zeit zu deiner Ewigkeit
die Welt neu
Komm, Herr, und säume nicht!
maranatha – מרנא תא
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Wir danken dir für die Himmelsfeste,
das Werk des zweiten Schöpfungstages.
Wir nennen sie die Erdatmosphäre,
die Beschützerin der Kreisläufe des Klimas.
Begleite die vielen Frauen und Männer,
die in diesen Tagen
im Auftrag ihrer Völker und Regierungen
zur Welt-Klimakonferenz nach Kopenhagen reisen,
damit sie nicht allein gelassen sind
mit den Interessenkonflikten und Zwängen,
die sie hindern können, tragfähige Vereinbarungen
zur Begrenzung der Klima-Folgeschäden zu treffen.
Hilf ihnen, zu verstehen und beherzigen,
wem sie Rechenschaft schuldig sind:
vor allen anderen den Kindern der Menschheitsfamilie
und all ihren Mitgeschöpfen,
die keine andere Heimat haben
als unseren Blauen Planeten,
das Werk deiner Hände.
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“Hosianna dem Sohne Davids.
Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!”
Frieden bringt er den Hütten,
und weist doch die nicht ab,
die in Häusern oder Palästen wohnen.
Von ganzem Herzen danken wir Dir für Jesus, Deinen Sohn.
Auf einem Esel hält er Einzug unter dem Volk von Jerusalem,
damit wir alle erkennen, wes Geistes Kind er ist:
Freund und Bruder der Armen, ihr Tröster und Erretter.
Wir freuen uns mit allen, die heute Jesus, ihren Heiland,
willkommen heißen, voller Begeisterung und Vertrauen.
Wir freuen uns mit den Kirchen des Volkes
unter den Armen im Süden und Osten unserer Welt,
die Jesus beim Wort nehmen wie einen zuverlässigen Freund.
Wir freuen uns mit allen Christinnen und Christen,
die Jesus als ihren Weggefährten entdecken
auf dem langen Weg zu Gerechtigkeit, Frieden
und der Bewahrung der Schöpfung.
Wir beten aber auch für alle Mitmenschen,
die keine Hoffnung mehr verbinden mit Jesu Namen
oder ihn suchen, wo er nicht zu finden ist.
Schenke auch ihnen die unverhoffte Stunde des Glücks,
da sie ihm begegnen auf der Straße ihres Lebens -
wie einst in Jerusalem.
Ja, guter Gott, vereinige Deine ganze Kirche
durch das Band der Freude,
mit der wir Jesus jeden Tag von neuem
willkommen heißen in unserer Zeit:
“Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,
dass der König der Ehren einziehe.”
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der Zeiten Mitte und ihr Ziel,
dir gab der Vater die Gewalt,
die Herrschaft über alle Welt.Doch nicht auf Zwang baut deine Macht und nicht auf Furcht dein Königtum: In Liebe ziehst du uns an dich - am Kreuz gemartert und erhöht. Komm, Herr, erweise deine Macht und richte deine Herrschaft auf. Komm und vollende jetzt dein Reich und führe uns zum Königsmahl. Dir, Jesus, der durch Leid und Tod der Herrschaft Krone sich errang, sei mit dem Vater und dem Geist Lob, Preis und Ruhm in Ewigkeit. Amen. (Hymuns zur Laudes am Christkönigsfest)
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Abend
Der Ast vor meinem Fenster schüttelt sich, als ob er friert, als ob der kalte Abendwind ihm nicht behagt,
der mir die letzten Glockentöne von den Türmen bringt
und ein paar Wolkenfetzen heim ins Dunkel jagt.
Die Schaukel auf dem Spielplatz gegenüber ist verwaist,
doch noch nicht lang – sie ist noch warm und schwingt noch sacht, und unten in den Straßen fällt der Blechwurm röchelnd auseinander und verliert sich in der Nacht.
Jetzt sagt man wohl: Es stirbt der Tag, weil man ihn nicht mehr sieht, weil man nicht denken mag, daß er nur weiterzieht.
Doch er geht weiter, nur ein wenig weiter,
steigt auf neue Berge, scheint auf neue Wälder und Seen.
Er war für ein paar Stunden mein Begleiter, doch jetzt geht er weiter, und ich kann ihn nicht mehr sehn.
Wenn irgendwann, ob spät, ob früh, erwartet oder unverhofft, mein Leben wie der Tag zu Ende geht, dann schneiden mir die Zeiger meiner Uhr von meiner Zeit die letzte Scheibe ab, ganz gleich, wie’s um mich steht.
Ob ich den letzten Atem mir in weißen Kissen hol, ob irgendwo in Staub und Blut am Straßenrand – ich weiß nicht, wie es sein wird, weiß nur, daß der Abschied einmal kommen muß ob schmutzig oder elegant.
Dann sagt man wohl: Jetzt ist es aus, weil ich kein Wort mehr sag.
Doch du, geh still nach Haus, und denk nur an den Tag.
Auch ich geh weiter, nur ein wenig weiter, geh in Gottes Freude, geh in Gottes Licht hinein.
Ich war für ein paar Jahre dein Begleiter, doch jetzt geh ich weiter, um bei meinem Herrn zu sein.
(Manfred Siebald)
Gott, ich weiß nicht mit diesem Verlust, diesem Schmerz, der Trauer und Leere richtig umzugehen. Ich weiß jetzt nicht, wie ich mit dir umgehen soll.
Es ist jedesmal so schwer, hinter meinem Schmerz, hinter meinem Zurückbleiben dennoch deine Liebe und Güte zu sehen.
Vor vier Jahren war es mein Vater und jetzt Katharina!
Ich kann Leid und Tod und dein Kreuz nicht verstehen!
Ich kann wieder nur stammeln, schluchzen und meine Wut gegen Dich herausweinen.
Im Herzen bin ich sehr verwirrt.
Im Verstand versuche ich auf Dich zu hoffen und zu glauben, dass du Katharina nun in deinen liebenden Armen hälst; dass du sie mit all deiner Zärtlichkeit umfängst; dass du, was bei mir Wut und Trauer und Verwirrung sind, bei ihr in die Freude deiner unermesslichen und unverständlichen Nähe und Liebe wandelst.
Mit dem Verstand glaub ich es, gib mir jetzt auch die Gewissheit und den Trost im Herzen.
Ich denke jetzt an so viele Begegnungen mit Katharina: Wie sie mit mir den Gottesdienstraum gestrichen hat; wie sie in der Küche gesessen hat und aus ihren Plastikschalen ihr Essen gelöffelt hat; wie sie donnerstags oft etwas verspätete zum Taizegebet hereingekommen ist…
Ich danke Dir für das Stück gemeinsamen Weges.
Ich danke dir auch für die Freunde, die wir uns jetzt so liebevoll und tröstend umarmen und nahe sein können,
wie Du jetzt Katharina nahe bist.
Ich bitte nicht für Kathie, ich weiß sie bei Dir!
Hilf mir, hilf uns, nun an Ostern zu glauben!
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Wir bitten um Frieden des Herzens
für unsere Landsleute,
die sich heute mit Schmerzen an ihre Nächsten erinnern,
die sie durch den Zweiten Weltkrieg
und seine Verbrechen verloren haben:
die letzten noch lebenden Witwen und Witwer,
die Kinder, denen lebenslang Vater oder Mutter gefehlt haben,
alle die trauern um Opfer
von Holocaust, Besatzungsregimen und Kriegsverbrechen.
Gib aber auch denen die Kraft zum Weiterleben,
die in unseren Tagen Menschen verloren haben,
weil unser Land sie in einen Kriegseinsatz geschickt hat.
Verbinde uns mit Christus,
der unser Friede ist,
damit wir zu trauern vermögen
um jeden Mitmenschen,
der irgendwo deutschen Waffen zum Opfer fällt,
ob in den Händen unserer Soldaten
oder als Rüstungsexporte verstreut
über die ganze Welt der Kriege und Gewaltherrschaften.
Wecke in uns allen den Glauben,
der es wagt,
ohne den Schutz der Waffen zu leben,
und fange bei mir damit an.
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El mole Rachamim – G’tt voller Barmherzigkeit
jüdisches Gedächtnisgebet für die als Märtyrer VerstorbenenDer Vater des Erbarmens, der in himmlischen Höhen thront, gedenke der Seelen, lass selige Ruhe finden unter den Schwingen der g’ttlichen Majestät, in hohen Regionen der Heiligen und Reinen, die Seelen
der Männer, Frauen und Kinder,
die in den Lagern Auschwitz,
Treblinka, Bergen-Belsen,
Buchenwald, Theresienstadt
und den anderen Lagern
hingemordet wurden, sowie aller
unserer Brüder und Schwestern,
die eingingen in die Ewigkeit,
die sich töten, erschlagen, dahinschlachten,
verbrennen, ertränken, erwürgen ließen
zur Heiligung des g’ttlichen Namens.
Oh Herr der Barmherzigkeit, nimm sie in den Schutz der Fittiche der Ewigkeit und mögen ihre Seelen aufgenommen werden im Bunde des Lebens, vereint mit den Seelen Abrahams, Isaaks und Jakobs, Saras, Rifkas, Rachels und Leas und mit allen frommen Männern und Frauen, denen Seligkeit zuteil geworden ist im Garten Eden. Sprechen wir:
Amen.
Ani Ma’aamin
Ich glaube mit voller Überzeugung an das Kommen des „Maschiach”; obwohl er säumt, warte ich trotzdem jeden Tag, dass er komme.
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Zurück in Auschwitz
(von Avner Treinin)
Ich erinnere nur eins:
Räderrattern,
abgenutzte Schienen, abgenutzt, abgenutzt…
Ich wusste nur eins:
Ich werde nicht sterben
Bis ich sie wiedersehe:
Still,
verrostet,
grasdurchwachsen, grasdurchwachsen…
Ich kam:
Still
Und verrostet,
grasdurchwachsen-
O, wie viel Blumen!
Aus dem Hebräischen von Magali Zibaso
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