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Der Dicke Fisch macht dicht. Die wunder:voll-verrückte Jugendkirche aus Langenberg schließt Ende des Monats. Die Leute, die sie getragen haben, sind größtenteils weitergezogen, biografisch bedingt und den Zauber der Anfangsjahre kann man nicht einfach auf die nächstjüngere Generation übertragen. Bei vielen jetzigen und früheren kafarna:uten hat diese Nachricht ganz schön viel Wehmut ausgelöst. Noch gestern Abend saßen einige in der Küche zusammen und haben sich – rein zufällig – das immer noch sehr lustige „Meine Kirche“-Video angeschaut, in dem auch viele „Dicke Fische“ (oder wie lautet die offizielle Bezeichnung für Menschen, die der Dicke Fisch sind und waren?) auftauchen. Schnell wurde klar, dass auch kafarna:um sich nicht mehr so anfühlt wie vor drei oder vier Jahren. Die Welt dreht sich weiter. Die große sowieso, die kleine, persönliche natürlich auch.

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Wenn mich jemand fragt, ob ich immer noch denke, dass Hauskirchen wie der Dicke Fisch, kafarna:um oder buntergrund für die Zukunft der Kirche stehen, dann muss ich keine Sekunde überlegen. Ja, davon bin ich überzeugt. Nicht nur, weil junge Menschen dort zum Beispiel das erleben, was Lukas erlebt hat…

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…sondern auch, weil man dort erfahren kann, dass Kirche keinen festen Aggregatzustand hat. Der Blick in die Vergangenheit kann bestärken, aber nur wenn er nicht verklärt. Egal, ob diese Vergangenheit das 19. Jahrhundert, die 70er Jahre oder das Jahr 2011 ist. Kirche verändert sich dauernd, weil sie nach einem Gott sucht, der in jeder Zeit neu entdeckt werden muss – und trotzdem derselbe bleibt. Oder wie die wunderbare Band Gungor es ausdrückt: „Jesus, you’re the one who saves us, constantly creates us into something new“.

Danke, Dicker Fisch, für die großartige Zeit, für eure verrückten Ideen und dafür, dass ihr es geschafft habt, ein Kapitel zu beenden bevor die Hausstauballergie einsetzt und ein neues aufzuschlagen – an den Orten, an die euch Gott schon jetzt geführt hat. Segen dafür!

Christian