Wenn ich morgens auf den Zug warte, stehen meistens jeden Tag die gleichen Menschen am Bahnsteig. Wenn ich im Hörsaal sitze, kenne ich die meisten Gesichter (das war auf dem Schulhof auch schon so). Wenn ich nach kafarna:um gehe, komme ich immer an den gleichen Häusern vorbei und weiß, an welcher Ecke welcher Obdachlose sitzt.
Ich kenne mich also ziemlich gut aus und treffe überall alte Bekannte. Doch stimmt das? Bin ich nicht eigentlich fremd hier in meiner Stadt?
Von den meisten Leuten auf dem Bahnsteig, auf dem Schulhof, im Hörsaal oder an der Straßenecke kenne ich noch nicht einmal den Namen, geschweige denn ihre Geschichte. Und eigentlich bin ich auch ganz froh, wenn mich keiner anspricht. Das kostet eh nur Zeit, die meistens fehlt.

Doch was passiert, wenn ich auf das Fremde, auf die Anderen, zugehe, mir Zeit für die Menschen um mich herum nehme? Und was hat das mir brennenden Dornbüschen, Straßenexerzitien und Befreiungstheologen zu tun?

11422086_878085085572105_1216996462_oWenn du neugierig bist, was das mit deinem Leben zu tun hat, dann komm zum service:intervall am 14.06. um 18:00 Uhr im Gottesdienstraum. Diesmal sind Yasmin und Juan Pablo zu Gast. Yasmin ist Pastoralassistentin in Merkstein und Juan Pablo leidenschaftlicher Musiker. Während ihres Theologiestudiums war sie ein Jahr in El Salvador und hat dort ihren Mann kennen gelernt. Zusammen erzählen sie von ihren Erfahrungen mit den Anderen und warum es gut ist, wenn man auf die Anderen zugeht.