(Bitte aufs Datum der Veröffentlichung achten: April, April!)

kafarna:um hat sich für die Teilnahme am traditionellen Wettbewerb „Unsere JuKi hat Zukunft“ (früher „Unsere JuKi soll schöner werden“) beworben. Damit erhoffen wir uns, dass wir einen Anschub für die strategische und innovative Entwicklung von kafarna:um. Wie wir heute erfahren haben, wird die Wettbewerbskommission unter Leitung von A. Pril schon nächste Woche Freitag nach kafarna:um kommen.

Der Wettbewerb bewertet insbesondere

  • Entwicklungskonzepte und pastorale Initiativen
  • soziale und kulturelle Aktivitäten
  • Kirchengestaltung und -entwicklung, Glockenklang
  • Sakralraumgestaltung und -entwicklung sowie Integration der JuKi in die Pfarrgemeinde
  • Gesamtbild der JuKi

Lena (22) befürwortet die Teilnahme am Wettbewerb, weil kafarna:um so „innovativ in seiner Systematik ist“: Andere Menschen in kafarna:um freuen sich einfach, ihre Hauskirche einer noch größeren Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Laut Florian Sobetzko, beim Bistum Aachen zuständig für pastorale Innovationen, hat kafarna:um gute Chancen, zur Gold-JuKi gekürt zu werden, da kafarna:um „in vielerlei Hinsicht eine Inspiration und eine Ermutigung für die deutschsprachige Kirche“ ist. Das hat verschiedene Gründe:

  • kafarna:um ist von unten gewachsen und nicht von oben aufgesetzt.
  • kafarna:um könnte bei überschaubaren Voraussetzungen so oder ähnlich fast überall entstehen, in der Stadt wie auf dem Land.
  • kafarna:um hat das Format Jugendkirche als Bürokirche auf 29qm bzw. später als Hauskirche im WG-Stil für völlig neue Ausprägungen geöffnet.
  • kafarna:um hat vielerorts Haupt- und Ehrenamtliche, Junge und Alte ermutigt zur Gründung neuer Formen des Kircheseins.
  • kafarna:um ist nicht einfach Projekt oder Jugendeinrichtung oder gemeindliche Jugendarbeit, sondern offiziell etablierte und akkreditierte Gemeinde in einer fusionierten Pfarrei.

„kafarna:um buchstabiert auf innovative Weise, wie aus Krise und Ungewissheit mit den vorhandenen Mitteln Neues wachsen kann – in der längerfristigen Entwicklung der jungen Gemeinde wie in den tagtäglichen Initiativen und Lebensprojekten ihrer NutzerInnen.“ (Florian Sobetzko)

Auch Medienexperten wie Konrad Neuwirth, der selbst in der Gemeinde Zeitfenster aktiv ist, sehen kafarna:um gut für die Zukunft aufgestellt, da sich „in der Herausforderung, dass Menschen immer nur eine begrenzte Zeit zu kafarna:um gehören, Strukturen ergeben haben, die Kontinuität und Gemeinde gewährleisten. Es gibt eine offene, freundliche, einladende Kultur, die unabhängig von der aktuellen Zusammensetzung des Teams und der Gemeinde ist. Menschen rund um kafarna:um liegt an der Hauskirche und sie setzen sich dafür ein.“

„Und es gibt  noch jüngere Menschen, die sich schon jetzt darauf freuen, endlich alt genug zu sein, um bei kafarna:um mitmachen zu dürfen.“ (Konrad Neuwirth)

Laut Ursula Hahmann, ebenfalls in der Medienbrache tätig und bei Zeitfenster aktiv, hat kafarna:um es eigentlich nicht nötig, am Wettbewerb teilzunehmen: „Ich bin nicht sicher, dass kafarna:um an dem Wettbewerb „Unsere JuKi hat Zukunft“ teilnehmen sollte, weil dieser Titel doch ganz schön verzweifelt nach Pfeifen im Walde klingt. Und so ist kafarna:um ja gar nicht. kafarna:um ist statt dessen ein wunderbar mutiger Ort, an dem Kirche Leben heißt und Leben in Kirche aufregend, bereichernd und selbstbestimmt ist. Offen für das Wirken von etwas ganz Großem und den Streit um das Putzen des Kühlschranks. Wenn der Wettbewerb allerdings bewirkt, dass durch kafarna:um mehr Leute auf den Wert solcher Gemeinden wie kafarna:um aufmerksam werden, dann bitte. Und: Ja, klar. Hat sie. Weil die Menschen, die sie tragen, ein Segen für die Stadt sind.

„Die Menschen, die kafarna:um tragen, sind ein Segen für die Stadt.“ (Ursula Hahmann)

Weitere Informationen zum Wettbewerb und dem weiteren Ablauf bis zur Preisverleihung Anfang April 2017 sind auf der Homepage des Wettbewerbs zu finden.