Wenn du schon länger nach kafarna:um kommst, dann ist Ostern für dich vielleicht schon business as usual. In den allermeisten Jahren war das, was in kafarna:um so gelaufen ist, ziemlich klassisch: An Gründonnerstag Messe vom letzten Abendmahl, Karfreitag in wechselnder Form ein Gottesdienst zur Leidensgeschichte Jesu, die Osternacht Sonntag früh zum Sonnenaufgang.
Möglich war das immer nicht zuletzt deshalb, weil ein Priester, der zu uns passt, sich bereiterklärt hat, die beiden Eucharistiefeiern mit uns zu feiern. In den letzten drei Jahren war das Pfarrer Matthias Fritz. Der muss dieses Jahr in seiner neuen Rolle als Hochschulpfarrer aber schon woanders diese Gottesdienste feiern. Deswegen mussten wir überlegen, was dieses Jahr an Ostern sein soll. Und das haben wir gemacht. Im Gemeindeteam und mit einer kleinen Vorbereitungsgruppe, zu der sich Lena, Judith, Leonie und Christian getroffen haben. Herausgekommen sind einige Veränderungen im Vergleich zu früheren Jahren. Wenn du noch nicht oft Ostern in kafarna:um gefeiert hast wird es dir vermutlich immer noch ziemlich klassisch vorkommen. Immer noch gibt es diese drei Gottesdienste, die der Geschichte Jesu folgen: „Letztes Abendmahl/Gefangennahme -> Leiden und Tod am Kreuz -> Auferstehung“ (ok, so geht die Story aber halt auch).
Wenn dir die Kar- und Ostergottesdienste in kafarna:um aber schon bisher sehr wichtig waren, wirst du einige Neuerungen feststellen. Weder an Gründonnerstag noch in der Osternacht gibt es eine Eucharistiefeier und die Osternacht feiern wir diesmal nicht sonntagsfrüh, sondern samstagsspät. Beides haben wir uns gut überlegt. Es gab Pro und Contra. Am Ende haben wir uns zum einen dagegen entschieden, um jeden Preis einen Priester finden zu müssen, damit es auf jeden Fall eine Messe geben kann. Eucharistiefeiern an Ostern gibt es in Aachen ziemlich viele, haben wir uns gedacht. Und warum sollten wir dazu beitragen, die weniger werdenden Priester noch mehr auf einen Ost zu konzentrieren? Und zur Osternacht: Sie wird viel haben von dem, was sie auch die letzten Jahre schön gemacht hat: Den Beginn draussen am Feuer, den Einzug in die dunkle Kirche, die alten Geschichten, die zu Ostern dazugehören. Aber es ist vielleicht auch mal schön, wenn nicht die Hälfte der Leute vor Müdigkeit das alles verpennt, sondern danach sogar noch zusammen in die Nacht hinein feiern kann. Zumal einige durch die Uhrzeit am Samstagabend überhaupt erst teilnehmen können, weil das sonntagsfrüh auch nicht für alle so einfach ist. Wir glauben jedenfalls, dass die Gottesdienste dieses Jahr wunderschön werden (und vom Seedbombing am Karfreitag hat noch gar keiner geredet) und hoffen, du hast Lust, dabei zu sein.
Egal ob zum ersten oder zum x-ten Mal…:-)