baguette.jpg

„Wer aufbricht kommt auch heim“

Der Jakobsweg ist in aller Munde. Viele gehen den Weg. Die meisten aber laufen ab der französich-spanischen Grenze nur den letzten Abschnitt.
Ursprünglich war es aber ein Pilgerweg, den man von seiner Heimat aus antrat. Also für uns von Aachen. Der Weg von Aachen nach Santiago di Compostella ist etwa 2300 km lang. In früheren Zeiten gingen die Menschen diesen Weg in einem Zug aber auch mit Unterbrechungen um durch Arbeit Geld für den nächsten Abschnitt zu verdienen. So konnte der Jakobsweg für Pilger im Mittelalter mehrere Jahre dauern. Station und Aufenthalt auf dem Weg waren Pilgerherbergen und Klöster. In Europa gibt es verschiedene und viele Jakobswege. Alle treffen sich am Fuß der Pyrenäen.
Eine Variante des kompletten Weges, also von der eigenen Haustür bis zum Grab des hl. Jakob ist, den Weg in Etappen zurück zu legen. Also, jedes Jahr ein Stück.
So soll es hier auch sein. kafarna:um wählt diesen Weg und es kann Dein Weg werden.
Jedes Jahr eine Woche Aufbruch und Unterwegs sein, Grenzen erfahren, Weite spüren, alles, was zum Pilgern, zum Wandern dazu gehört.
Mal grob gerechnet wäre der Weg auf diese Weise, also jedes Jahr 9 Tage, in 15 Jahren am Ziel.
Mal sehen….
Wir wählen in diesem Jahr für die erste Etappe die Via Mosana, also den Maasweg. Er führt von Aachen über Lüttich und Namur nach Dinant.
Und im nächsten Jahr weiter von Dinant über Bruly an der französichen Grenze Richtung Reims.
Und dann das Jahr………Paris…….
Wir werden sehen – wir werden gehen.
Die Via Mosana ist seit dem frühen Mittelalter ein wichtiger Pilgerweg gewesen, in unseren Tagen aber erst langsam wieder erwacht. Der Weg über Maastricht und Brüssel ist bekannter. Hier kann man ab Maastricht schon fast an jeder zweiten Etappenstadt eine Pilgerherberge moderner Prägung finden.
Der Weg über Lüttich und Namur bietet diesen Luxus und diese „Sicherheit“ nicht. Dafür erzählen viele Pilgerberichte unserer Tage von der beeindruckenden Gastfreundschaft auf diesem Weg bei den Menschen in den Städten und Dörfern, die Wiesen zum Camping, Scheunen zum Schlafen, und Gästezimmer zum Erholen vom Tagesweg anbieten und zur Verfügung stellen. Und schließlich gibt es auch noch Klöster auf dem Weg, wie die Abtei Leffe, die fast froh sind, wenn sie Pilger beherbergen dürfen.
Die Tagesetappen liegen alle um die 20 km. Wir werden mit sehr wenig Gepäck laufen, eben gerade dem Notwendigen an Kleidung und Sanitärsachen, Trinflasche, Becher und Teller, Schlafsack und Isomatte. Was man nicht unbedingt braucht, kann und soll daheim bleiben. Zelte, Tagesproviant und Kochsachen werden auf alle verteilt. Schon beim Packen des Rucksacks beginnt die Pilgerfahrt: Was brauche ich eigentlich?!
Jeder Pilger bekommt einen Pilgerausweis. Der erste Stempel wird vom Aachener Dom sein, in dessen Schatten wir starten. An jedem Tagesziel werden wir uns einen Stempel in unsere Ausweise besorgen. Eine Muschel am Wanderstab, am Rucksack oder an der Mütze wird uns kenntlich machen. Und dann … Ich bin gespannt und sehr hoffnungsfroh.

Also, wer geht mit?

kafarna:u(m)nterwegs
auf dem Jakobsweg vom 2. bis 9. August 2008
1. Etappe: Aachen – Dinant

1.    Tag von Aachen nach Thimister-Clermont (ca. 23 km)
7.00 Uhr Treffen in kafarna:um – Pilgersegen und Aufbruch
der Weg geht über Moresnet, Montzen, Henri-Chapelle nach Thimister-Clermont.
Hier werden wir im Zelt übernachten. Es gibt einen Campingplatz, aber auch gastfreundliche Bauern.
2.    Tag von Thimister-Clermont nach Lüttich (ca.24 km)
Nach Frühstück und Einpacken geht es über Battice, Micheroux, EvegneeSaive, Bellaire, Jupille-sur-Meuse, Bressoux nach Lüttich.
In der Kirche St. Jacques hoffen wir „Captain Jack“ zu treffen, der Pilger aufnimmt. Alternativ werden wir die Jugendherberge als Nachtquartier wählen.
3.    Tag von Lüttich nach Esneux (ca. 19 km)
Der Tag beginnt wieder früh mit Essen und Einpacken und dann führt der Weg an der Ourthe entlang über Angleur, Tilff nach Esneux. Qartier ist hier der Campingplatz oder eine Bauernwiese.
4.    Tag von Esneux nach Villers-le-Temple (ca. 20 km)
Es geht wieder mit dem notwendigen früh los und führt uns über Amostrenne, Bonsgnee, St. Severin nach Villers-le-Temple. Wir suchen hier Quartier bei gastfreundlichen Belgiern.
5.    Tag von Villers-le Temple nach Huy (ca 15 km)
Nach dem wieder morgentlichen Auf und Los geht es über Outrelouxhe nach Huy.
Auf dem Campingplatz bauen wir unsere Nachtquartier.
6.    Tag von Huy nach Andenne (ca. 19 km)
Los geht es mit Frühstück, Einpacken und Aufbrechen über St. Leonhard, Soliers, Bousalle, Andenelle nach Andenne. Hier gibt es ein Netz von Bürgern des Ortes, die Privatzimmer kostengünstig an Jakobspilger vergeben. Wir werden uns um ein solches Quartier bemühen.
7.    Tag von Andenne nach Namur (ca. 21 km)
Nach Frühstück und Danke-Schön geht es über Sclayn, Vezin, Wartet, Marche-Les-Dames, Beez nach Namur. Hier übernachten wir in der Jugendherberge.
8.    Tag von Namur nach Leffe (ca. 24 km)
Es geht nach dem Morgenritual los über Basse Fontaine, Bois-de-Villers, Riviere, Godinne, Houx, Awagne nach Leffe. Unterkunft finden wir hier in der Prämonstratenserabtei.
9.    Tag von Leffe nach Dinant (ca. 3 km) und dann mit dem Zug nach Aachen
Wir haben unser Etappenziel mit Leffe erreicht, können etwas länger schlafen, bei den Patres die Gastfreundschaft genießen und uns dann zum Bahnhof von Dinant aufmachen und die Heimreise mit dem Zug nach Aachen antreten.

Die Übernachtungen sind sehr preiswert, wobei die Jugendherbergen (Lüttich und Namur) dabei am höchsten zu Buche schlagen. Die gemeinsame Verpflegung wird einfach sein. Wir werden jeden Tag zusammen einkaufen für Frühstück und die Pausen unterwegs. Abends werden wir einfach auf zwei Gaskochern kochen.
Was jeder daneben meint zu brauchen, kann er unterwegs kaufen, muß es aber auch selber tragen.

Die voraussichtlichen Kosten habe ich inclusive der Heimfahrt mit dem Zug auf 130 Euro kalkuliert.
Das heißt pro Tag gut 14 Euro.
Jetzt ist es an Dir, Dich zu entscheiden.
Aber Achtung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt: maximal 7 Teilnehmer und ich.
Anmeldungen bitte an mich mailen mit deinen persönlichen Daten: Name, Adresse, Telefon, Geburtsdatum.
Per Post gibt es dann mehr.
Anmeldungen gehen auch noch sehr kurzfristig vor Beginn der Jakobswanderung, eher wäre aber besser.

Wer noch Fragen hat oder Probleme mit den Reisekosten, kann sich und soll sich melden.

Sonst wünsche ich allen gute Sommerferien und Erholung.

Ich bin dann mal weg…

Matthias