Bericht aus dem service:intervall.

Ein ziemlicher Hammer, den uns der Evangelist da zu lesen gibt. Nach dem Hören des Evangeliums hatten wir ein mulmiges Gefühl und lauter Fragezeichen.

 

Worum es geht:

Jesus erzählt ein Gleichnis. Ein König will die Hochzeit seines Sohnes ausrichten, aber keiner kommt. Als er seine Diener losschickt die Einladung persönlich zu überbringen, will immer noch keiner kommen. Einige Diener werden sogar erschlagen. Der König lässt daraufhin alle Leute, gute und böse, einladen, die seine Diener so auftreiben. Die kommen dann auch. Aber einer hält sich nicht ganz an den Dresscode und wird kurzerhand rausgeschmissen, in die dunkle Nacht wo es nur Jammern und Zähneknirschen gibt.

Worum es wirklich geht:

Warum dieses harte Ende, bloß weil der Typ nicht sagen konnte warum er kein Festgewand trägt? Bin ich eingeladen,woher weiß ich das? Wer fliegt raus, ich am ende selbst? Es ist vielleicht gar nicht schlecht, wenn einem diese Gleichnis nicht wie Öl runtergeht.
Die ersten Christen, für die der Evangelist hier schreibt, empfinden sich selbst als wissende Minderheit. Dieses Gleichnis mag ihnen Trost spenden. Die Botschaft für sie: Gott hält für euch etwas Tolles bereit, wenn ihr euch ihm öffnet und das versteht. Ihr lebt nicht in der Kälte der Gottesferne sondern in seiner liebenden Wärme. Uns stellt es vor die Frage ob wir seine Diener sind. Es gibt jede Menge Heulen, Zähneknirschen, Kälte, Nacht auf unserem Planeten. Laden wir doch auch mal alle ein, die Guten und die Bösen.

Matthäus: 22,1-14

In jener Zeit 1erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis: 2Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. 3Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. 4Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! 5Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, 6wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. 7Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. 8Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert, eingeladen zu werden. 9Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. 10Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. 11Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte. 12Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wusste der Mann nichts zu sagen. 13Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. 14Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.