Steim Jerusalem

.. sage ich, wenn ich an der Kfar Nakhum Junction in den Bus einsteige: Zweimal Jerusalem, also hin und  zurück. Mit dem Bus Nr. 963 fährt man knappe drei Stunden bis die Central Bus Station in Jerusalem erreicht ist. Ich finde es immer wieder überraschend kühl wenn ich dort ankomme, abends braucht man mittlerweile definitiv etwas wärmeres, langärmeliges zum Anziehen. Auf die Idee kommt man hier in Tabgha nicht mal ansatzweise, die Temperaturen liegen immer noch über 30°C und ich ziehe höchstens aus Bequemlichkeitsgründen abends eine lange Leinenhose an. (mehr …)

Salaam zu Hause!

Heute gibt’s die Begrüßung auf Arabisch – denn das habe ich die letzten anderthalb Wochen sehr, sehr viel gehört. Nachdem ich zuerst mehrere Tage die Arbeit auf der Begegnungsstätte „getestet“ habe, habe ich danach nämlich im Shop, dem Souvenirladen, gearbeitet. Dort arbeite ich mit Husam, Adel und Reema zusammen, drei der fest angestellen MitarbeiterInnen, die alle arabisch sprechen (und nicht nur das, sondern auch Hebräisch und mehr oder weniger gutes Englisch; Husam spricht sogar noch Italienisch, Französisch und Bruchstücke verschiedenster anderer Sprachen – ich finde das immer wieder beeindruckend!). Im Hintergrund läuft meistens arabischsprachiges Radio, was mir allerdings langsam wirklich auf den Geist geht – ich habe das Gefühl in jedem Lied kommt das Wort Habibi mindestens zehnmal vor. (mehr …)

שלום Tabgha!

Guten Morgen zu Hause!

Gestern früh um 02:30 Uhr bin ich am Flughafen Ben Gurion Tel Aviv gelandet – zum Glück nicht alleine, sondern zusammen mit meiner Mitvolontärin Magda, die ich schon von der Inkulturationswoche in Köln kenne. Zum Glück, weil wir bevor wir endlich von Deutschland abheben konnten eine Komplikation mit unserem Flugzeug durchstehen mussten, dessen Computer nicht so wollte wie wir und das Triebwerk nicht ansprang. Daraufhin durften wir alle erstmal wieder aussteigen und erst drei Stunden später mit einer anderen Maschine losfliegen. Der Start in mein Jahr in Israel war also ein wenig holpriger als gedacht – aber als wir erstmal in der Luft waren, lief dann alles glatt.

Nach vier Stunden Flug durch die Nacht landeten wir also in Tel Aviv und wurden dort von Paul Nordhausen, unserem „Chef“ abgeholt und herzlich begrüßt. Paul war übrigens selbst mal Volontär hier und ist sozusagen „kleben geblieben“ – wer weiß also ob ich überhaupt wieder nach Hause komme 😉 Die Sicherheitskontrollen am Flughafen haben mich schon etwas nervös gemacht: Magda und ich wurden direkt auf dem Weg vom Flugzeug zur Passkontrolle herausgefischt und ein paar Minuten befragt, konnten aber glücklicherweise glaubhaft klar machen, dass wir keine üblen Absichten haben. Bei der Passkontrolle selber wurden uns wieder ein paar Fragen gestellt und wir wurden kritisch gemustert – als wir dann beide unseren Stempel im Reisepass und den Passierschein in der Hand hatten, waren wir wirklich erleichtert. Darauf folgten noch zwei Stunden Autofahrt von Tel Aviv bis nach Tabgha. (mehr …)