Rucksack packen

Liebe kafarna:ut:innen,

manchmal sind in den vergangenen Jahren Gruppen nach kafarna:um gekommen und wollten von mir erfahren, was diesen Ort besonders macht, was ihn zu einer Kirche macht. Ich habe dann gern erzählt, dass manches hier ein bisschen wie in einem Backpacker-Hostel ist. Was da ist, teilst du mit den anderen. Du triffst bunte Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Richtungen den Weg her gefunden haben. Du redest mit ihnen über das, was ihr erlebt habt und wo ihr als nächstes hinwollt. Und dann ziehst du irgendwann weiter. Dieser Punkt war mir immer wichtig. Für viele war und ist kafarna:um über Jahre hinweg ein total prägender Ort, eine extrem wichtige Gemeinschaft. Aber irgendwann ändert sich das Leben und es ist Zeit, den Rucksack zu packen und weiterzureisen. Und ich glaube, dass dieser Zeitpunkt für mich jetzt auch gekommen ist. Deswegen werde ich im Sommer als geistlicher Leiter von kafarna:um aufhören.

Im Juni werden es 8 Jahre sein, seit ich in kafarna:um angefangen habe. kafarna:um war ein wichtiger Grund, warum ich damals überhaupt nach Aachen gezogen bin. Ich habe hier viele wirklich wunder:volle Menschen kennengelernt und dieser Ort gab und gibt mir Hoffnung, dass es eine Kirche geben kann, in der jede:r willkommen ist. Ich durfte hier Gottesdienste erleben, in denen sich auch die wohlfühlen konnten, die eigentlich nicht in Gottesdienste gehen. Habe erlebt, wie Leute ihre verrückten Ideen einfach mal ausprobiert haben und daran gewachsen sind. Und habe in vielen Gesprächen mit Leuten darüber gegrübelt, wofür sich das Leben lohnt und was sich G*tt bei all dem denkt.

In letzter Zeit ist mir aber immer deutlicher geworden, dass ich etwas für mich Neues machen muss. Diese Möglichkeit hat sich jetzt ergeben. Es wird ein gleitender Übergang, sodass ich zwar offiziell schon zum 1.7. wechsele, aber vereinbart habe, dass ich noch einige Dinge im Juli und August abschließen kann. Dazu gehört z.B. auch die Ferienfahrt, falls sie denn pandemiebedingt stattfinden kann.

Im Gemeindeteam werden wir jetzt erstmal überlegen, was das für die kommende Zeit bedeutet. Gerade bei der Frage, wie es nach dem Sommer weitergeht, werden sich bestimmt Viele beteiligen können. Auch wenn ich glaube, dass es für mich der richtige Schritt ist, fällt es mir sehr schwer, das hier zu schreiben. Mein Herz hängt nach wie vor sehr an dieser Community und ich will gern in den kommenden Wochen tun, was ich kann, damit der Übergang gut gestaltet werden kann. Und natürlich hoffe ich, dass ich möglichst viele von euch bald wiedersehen kann.

Auf das Leben!

Christian

Trotzdem Ostern…

Wir haben lange überlegt, wie wir Ostern dieses Jahr feiern können. Anders als im vergangenen Jahr hat uns die Pandemie dieses Mal nicht überrascht. Und doch bleibt es schwierig, zu entscheiden, was das Richtige ist. Wir in der Vorbereitungsgruppe haben uns schließlich doch dafür entschieden, die Gottesdienste weiterhin digital zu feiern, auch wenn wir alle uns wünschen, dass es schon anders sicher möglich wäre. Einige wenige Leute, die den Gottesdienst gestalten, werden bei der Durchführung in kafarna:um sein und zumindest ein bisschen vertraute Umgebung schaffen.

Segen für alle

In kafarna:um wurde und wird Vieles gesegnet: Wasser und Asche, Palmzweige und ganze Räume. Aber vor allem: Menschen. Einzelne und Gruppen. Wir bitten Gott* um Segen am Ende fast jedes Gottesdienstes. Wir bitten um Segen für die Reise, wenn wir im Sommer zu den Ferienfahrten aufbrechen. Wir bitten um Segen, für das, was vor uns liegt.

Seit es kafarna:um gibt gehören zu unserer Gemeinde Menschen, die nicht heterosexuell sind. Sie sind hier nicht einfach nur „Willkommen“: Sie SIND kafarna:um. Sie SIND Teil dieser Kirche. Ohne sie fehlt hier etwas. Wir können nicht die einen segnen und die anderen nicht.

kafarna:um ist ein Ort für junge Menschen. Bisher haben hier unseres Wissens noch keine Hochzeiten stattgefunden. Aber in den letzten 15 Jahren haben sich hier schon viele Menschen ineinander verliebt. Manche haben sich wieder getrennt, so ist das eben. Gar nicht so wenige sind noch immer zusammen, teilweise schon seit vielen Jahren. Ihre Beziehungen zueinander sind wertvoll. Gottes Segen ist das Beste, was sie von hier mitnehmen können, das heißt: Dass sie glauben dürfen, dass Gott* ihre Beziehung zueinander stärkt und sich darin finden lässt.

#segenfüralle #gottistdieliebe

service:intervall am 14. Februar

Und schon wieder ist ein Monat rum und das Service:Intervall steht vor der Tür. Auf der einen Seite will diese schwierige Zeit einfach nicht vergehen – auf der anderen Seite, haben wir nicht gestern erst Service:Intervall gefeiert? Schwierige Zeiten sind es. Keine Frage. Umso wichtiger zu beobachten: Wann ist in deinen Augen ein Leuchten? Wann hast du dieses kribbeln am ganzen Körper? Kribbeln der Aufregung, diese kleine Flamme in dir, die du entzünden willst. Für dich. Für andere. Begeistern?! Für etwas Feuer und Flamme sein. Nicht so viel nachdenken was alles passieren könnte. Keine Vor- und Nachteile abwägen. Einfach los. Damit das Leuchten in deinen Augen wieder sichtbar wird. Schwierig in diesen Zeiten. Ja. Aber nicht unmöglich! Vielleicht bereitet dir ja das service: intervall ein kleines Leuchten in deine Augen…. 18:00 Uhr bei Zoom 
Wir freuen uns auf dich!

Nobody is perfect – Spieleabend

Berline, Nauarch, Weckamin – keine Ahnung, was das bedeutet? Sehr gut, das sind beste Voraussetzungen für diesen Spieleabend. Bei „Nobody is perfect“ geht es nicht darum, die richtige Antwort zu wissen. Egal ob deine Erklärung genial-geistreich oder ehrlich-glaubhaft klingt: Hauptsache, deine Mitspieler glauben sie dir und fallen drauf rein. Denn dann kassierst du Punkte! Und wenn du dann noch auf die korrekte Antwort tippst, ist dir der Sieg so gut wie sicher.
„Nobody is perfect“ ist ein echter Spieleklassiker, macht total Spaß und auch wenn du es noch nie gespielt hast, kannst du einfach einsteigen: Am Montag, 25.1. um 19:30 Uhr über Zoom: https://us02web.zoom.us/j/84766008811