Reset – Alles auf Anfang

Reset – Alles auf Anfang

Es nervt nur noch! Ständig bricht meine Internetverbindung zusammen. Mein Tor zur Welt bleibt nicht mehr zuverlässig offen. Jetzt hilft nur noch eins: Die Reset-Taste. Zum Glück kann meinen Router damit zurücksetzen – das löst meistens das Problem und alles läuft wieder stabil.

Wäre eigentlich ziemlich gut, wenn ich für mein Leben auch eine Reset-Taste hätte. Dann könnte ich alles, was sich mit der Zeit so an Müll angesammelt hat, mit einem Tastendruck löschen und mich sozusagen nochmal auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Zum Beispiel die Beziehung zu Menschen, die mir eigentlich total wichtig sind, aber mit denen ich in letzter Zeit irgendwie nicht mehr klarkomme. Oder diese doofe Angewohnheit, die ich nicht mag, die ich aber auch nicht loswerde. Das wäre echt hilfreich, wenn ich da einfach Reset drücken könnte und nochmal frisch starte.

Wait a minute…!

Das geht doch nicht etwa wirklich?

Naja, ganz so einfach per Tastendruck funktioniert das nicht. Aber mit ein bisschen Aufmerksamkeit und der richtigen Inspiration kannst du ganz schön viel in deinem Leben wieder neu starten. Wie das geht und wie andere das so machen, darum geht es am Sonntag (14.2., 18 Uhr) beim service:intervall in kafarna:um. Wie immer gibt es auch was Leckeres zu essen. Die Musik kommt von Andreas und Christian.

Jetzt Anmelden! Zweiradsommer 2016

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Du wolltest schon immer mal den Sommer im Sattel erleben?

Dann brich mit uns zusammen auf nach Holland zum Sonne tanken, radeln und Freiheit genießen.

Die Ferienfreizeit für 12 – 15 jährige, nächsten Sommer, geht nach Zeewolde in der Nähe von Utrecht. An den Ausläufern des Ijsselmeers haben wir das Wasser direkt vor der Tür. Wir sind dort auf einem Zeltplatz im Grünen mit jeder Menge Platz für Lagerfeuer, Kreativaktionen und ganz viele verrückte Spiele.

Die flache Landschaft dort ist perfekt um mit unseren Rädern unterwegs zu sein. In wenigen Minuten sind wir zum Abkühlen am Strand und im Wasser.

Infos und Anmeldung findest du HIER!

#refugeeswelcome

#refugeeswelcome

Ich schreibe diesen Text, während ich auf den Atlantik schaue. Von einer anderen Seite als üblich. Von Amerika Richtung Europa. Dem Sonnenaufgang entgegen. So viele Menschen sind im Laufe der Zeit aus dieser Richtung angesegelt gekommen, und haben hier, in Amerika ein neues Leben angefangen. Viele von Ihnen waren aufgrund Ihrer religiösen Überzeugungen in Europa verfolgt oder sahen aufgrund der Massenarmut einfach keine Perspektive mehr für sich und ihre Familien. Dass hier, auf der anderen Seite des Meeres nicht unbedingt einfacher war, haben viele von ihnen sicher schon geahnt – gekommen sind sie trotzdem.

Wenn die Amerikaner hören, dass ich aus Deutschland komme, dann sind ihre ersten Frage immer: „Was ist bei euch Zuhause los mit all den Flüchtlingen? Wie schafft ihr das?“ Ich erzähle dann von vielen Bekannten und Freunden, die sich dafür einsetzen, dass Menschen sich nach all dem Krieg und der Zerstörung in unserem Land sicher fühlen können. Aber das ist nur der Anfang! Wer hier dauerhaft eine Perspektive haben will, der muss die Sprache lernen und verstehen können, wie die anderen Menschen hier ticken. Um dabei zu helfen muss man kein Experte in Asylrecht sein. Ein bisschen Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe ist schon ein guter Anfang.

Schon im Juni haben sich einige Leute aus kafarna:um und der KJG mit jugendlichen Flüchtlingen getroffen. Diesen wird in vielen Dingen schon durch das Projekt „Aachener Hände“ geholfen. Aber was die jungen Flüchtlinge sich am meisten gewünscht haben, war: Kontakt mit jungen Deutschen bekommen, mit ihnen deutsch reden und es so besser lernen. Beim Kickern, Basketball spielen und Pizza backen war das ziemlich leicht möglich.

Es soll nicht bei dem einen Treffen bleiben: Einige Menschen aus kafarna:um wollen zusammen überlegen, wie die nächsten Aktionen mit den Jugendlichen, die beim letzten Mal überwiegend aus Eritrea stammten, aussehen könnten. Dazu treffen sie sich am Donnerstag, 24. September um 17.30 Uhr in kafarna:um. Du kannst gern einfach dazu kommen und so ganz einfach etwas dazu beitragen, dass dein Land, deine Stadt und deine Kirche Orte werden, an denen aus Fremden Freunde werden.

From darkness into light – Ostern in kafarna:um

ostern2014Als wäre das ganze Leben komprimiert. Alle Höhen und Tiefen in drei Nächte und drei Tage gepackt. Die Kar- und Ostertage sind die Chance die letzten Tage Jesu ganz intensiv mitzuerleben – und dabei deine eigene Angst, deinen Schmerz und deine Hoffnung mit neuen Augen zu sehen.

Von Gründonnerstag Abend bis zum Ostermorgen ist in kafarna:um fast durchgehend jemand da. Zum Reden und Lachen, Weinen und Klagen, Feuer entzünden und Musik machen und gemeinsam Schweigen. Vielleicht gibt es auch irgendetwas, worüber du in aller Ruhe reden möchtest und das zwischendurch keinen Platz hat. Wenn du irgendwann zwischen Donnerstagabend und Sonntagmorgen eine feste Zeit für ein vertrauliches Gespräch brauchst, sprich mich einfach an – direkt oder melde dich unter 0175-4801735. Ich nehme mir gern Zeit für dich.

Wir beginnen am Gründonnerstag mit einem besonderen Taizégebet, in dem wir den Anfang der Passionsgeschichte hören. Nach einem einfachen Abendessen beginnt die Nacht des Wachens mit stündlichen Impulsen, Feuer im Hof und wenn du magst, kannst du schon beim Bau des neuen Altarbildes helfen.

Am Karfreitag fährt Randolf morgens zum Grab von Nora – und hat noch Plätze im Bulli frei. Nachmittags um 17 Uhr kannst du vor dem Kreuz sitzen und die Fortsetzung der Passionsgeschichte hören, und abends geht Simon mit dir den großen Fragen in der teil:zeit nach.

Der Gedankengang am Karsamstag führt dich mit Flo raus ins Grüne, wo man schon mehr von Auferstehung sehen kann, als du glaubst. Ab dem Nachmittag beginnen dann die Vorbereitungen für Ostersonntag und ziehen sich die ganze Nacht hindurch: Backen für das Obdachlosenfrühstück der Franziskanerinnen, Kerzen gießen, Eier färben, fürs Frühstück einkaufen und das neue Altarbild aufbauen.

Am Ostersonntag beginnen wir in aller Frühe (um 5.30 Uhr) am Feuer, wo die neue Osterkerze entzündet wird. Das große Osterlob ist nur ein Teil der wunderbaren Musik in diesem Gottesdienst, in den die ganze Geschichte von Gott und seiner Schöpfung hineingepackt ist. In bester service:intervall-Art mündet die Osternacht in ein gemeinsames Mahl – wie bei den Jüngern, die den Auferstandenen erkannten, als er mit ihnen das Brot brach. Dann scheint die Sonne – Frohe Ostern!

Mein Gott hat nochmal ganz klein angefangen…

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Ich liebe Geschichten. Als ich klein war, damals in den 80ern, kamen sie meistens noch vom Band, von Hörspielkassetten, die der Rekorder regelmäßig „auffrass“, sodass ich sie mit dem kleinen Finger wieder aufrollte. Und dann Bücher. Wie großartig war das, plötzlich eine Flatrate auf alle Geschichten der Welt zu haben. Dass Geschichten ganz anders werden, wenn man sie mit Musik erzählt, wurde wichtig als ich irgendwann mehr Zeit mit Gitarre spielen verbrachte als mit Büchern. Und wie meisterhaft sich Geschichten und Charaktere erzählen lassen, wenn man sie als TV-Serie über mehrere Jahre entwickeln kann, hat mich vor ein paar Jahren zum Serienjunkie gemacht.

Beim Geschichtenerzählen gibt es seit Tausenden von Jahren ein dreiteiliges Standardmodell. Exposition – Konfrontation – Lösung. Das wird von der griechischen Tragödie bis zur „How I met your Mother“-Folge ziemlich munter angewendet.
Damit kann man super Geschichten erzählen und wenn man es richtig dramatisch machen will, dann muss die Wende möglichst aufwendige Begleiterscheinungen mit sich bringen. Wenn der Typ in der romantischen Komödie es bei seiner Liebsten total verbockt hat, dann reicht natürlich keine einfache Bitte um Entschuldigung, sondern er muss sich schon einiges einfallen lassen, um sie zurück zu gewinnen.

Ich weiß nicht, wie deine Erfahrungen mit der Reparatur von kaputten Beziehungen ist, aber bei mir hat diese Standardvariante noch nie funktioniert. Wenn du eine Beziehung wieder ganz machen willst, helfen keine Hollywood-Szenarien. Das ist harte Arbeit, da musst du nochmal ganz klein anfangen. Vertrauen aufbauen. Dich erstmal fragen, wie das alles für diesen anderen Menschen ist. Wie er sich fühlt. Was er im Leben so durchmacht.

Gott hat das ganz ähnlich gemacht. Eigentlich war ja alles perfekt angelegt: Eine großartige Schöpfung, ein Universum mit allen Zutaten, um Schokolade, Kaffee, Bier und Salbeitee (…der ist für dich, Flo) herzustellen. Trotzdem hat es irgendwie nicht geklappt, mit Gott und den Menschen. Zuviel Egoismus, zuviel Ehrgeiz, zu wenig Sinn fürs große Ganze – wie das eben so ist, bei uns Menschen. Also brauchte Gott einen Neuanfang mit uns und wenn diese Geschichte nur eine von vielen wäre, dann stünde da in der Bibel, dass Gott einen richtig großen Auftritt mit sämtlichen himmlischen Heerscharen hingelegt hat, um uns richtig zu beeindrucken und davon zu überzeugen, dass seine Idee von der Welt schon irgendwie besser ist, als unser „Jeder-denkt-an-sich“-Modell.

Das steht da aber nicht. Gott macht es anders. Er fängt nochmal ganz klein an. Behutsam. Versetzt sich in diejenigen, die er liebt, hinein. Macht durch, was wir durchmachen. Wird selber Mensch. Und dann, erst dann, kommt die Nummer mit dem Heer der Engel. Damit wir auch mitkriegen, dass da was Großartiges neu angefangen hat. Eine Liebesgeschichte. Der zweite Versuch. The greatest story ever told.

Frohe Weihnachten!

Ostern 2013

Hier für euch ein Überblick über die kommenden, wunder:vollen KarOstertage.

Donnerstag:

Wir bleiben wach, bis die Wolken wieder lila sind! Es sei denn, es sind bis dahin keine Wolken mehr am Himmel. Dann beten wir einfach so gemeinsam am Donnerstag um 19:30 Uhr in der Messe mit Christoph Stender. Anschließend wird gemeinsames Abendessen gemalt und gefeiert und die Nacht durch gewacht und gebetet. Lagerfeuer, stündliche Impulse, Osterkerze gießen, Besinnlichkeit genießen und zum Schluss die Sonne begrüßen.

Freitag:

„Aber Jesus ist nunmal für dich gestorben – da kannste auch nix dran ändern!“ – Zitat zur Thematik des Karfreitagsgottesdienstes eines furchtbar katholischen Kafarna:uten. Vielleicht will ich ja garnichts dran ändern. In meiner Kirche darf ich weinen, wenn ich will. Und wenn ich will, darf ich das auch um 15:00 Uhr vor der Kreuzikone.

Samstag:

Wenn du deinen Gedanken den freien Lauf lassen willst, solltest du vielleicht mal aus dir rauskommen. Oder ganz ruhig werden und in dich hinein gehen.Oder durch den Wald spazieren, gemeinsam mit Christoph und Flo im Gedankengang um 12:00 Uhr (Start in K2). Immer wieder gibt es kleine Denkanstöße, und ab und zu bist du ganz für dich.

Wenn du dem Autor dieses Textes aus dem Weg gehen willst, solltest du nicht um 18:00 Uhr zum Eierfärben nach Kafarna:um kommen. Und wenn du trotzdem bunte, lustige Stimmung mit bunten Eiern und einer lustigen Svenja erleben möchtest, dann bist du in einem ernsthaften Dilemma. Ich hab jedenfalls nicht vor, danach wieder zu gehen, denn in dieser Nacht werden Osterkerzen und Origamihasen gebastelt. Und im Morgengrauen

Sonntag:

… wird mit Christoph am großen Pfadfinderosterfeuer die selbstgegossene Osterkerze angezündet und Auferstehung gefeiert! Anschließend wird gemeinsam gefrühstückt, bevor der ewige Kampf mit dem Schlaf ein glorreiches Ende finden kann.

2012-04_to12-videoall-233„Ich bin froh, froh dabei zu sein!“ (Phillipp Poisel)